Auf den Weg in die Stille der Nacht.

Es war schon dunkel, als wir begannen. Wir tranken die Substanz, 2 Portionen LSD für 8 Stunden und machten uns mit Hockern und Proviant auf den Weg in die Stille der Nacht. Auf dem weg kreisten meine Gedanken um die frage, wann und wie es passieren würde, ob ich es schaffe. Ein kleiner Laden, der unser erstes Ziel war, versorgte meinen Freund mit einem Bier, das, wie ich weiß, ihm später noch teuer zu stehen kommen würde.
Die reise ging weiter, es war zu erwähnen, dass wir zu Fuß gingen. ich gehe nicht gern zu Fuß weil ich auf dem weg zu einem Ziel lieber schnell unterwegs bin. Diesmal rauschte nicht alles an mir vorbei, diesmal hatte ich kein Ziel vor Augen.

Wir gingen einfach spazieren und mir fiel auf wie harmonisch doch mein sonst verhasstes Dorf auf mich wirkte, alles ruhte und verführte mich zum durchdrehen.LSD

Als wir einige Minuten später an unserem Kanal ankamen machten wir rast auf einem kleinen, mit dichten Pflanzen bewachsenen Hügel und philosophierten ein wenig über dies und das. Nebenbei konzentrierte ich mich auf Veränderungen, doch da gab es noch keine, alles normal.
Nachdem wir unsere Zigaretten ausdrückten ging der weg weiter in Richtung Wald, den Kanal entlang.
Doch das gefiel mir auf einmal nicht, ich konnte und wollte nicht dort hin. Es war so schon schwer im dunklen sich dort zurechtzufinden wollten wir doch tatsächlich da hinein.
Also sprach ich darauf an, woraufhin wir nun ziellos am Kanal saßen. Doch so schnell wir auch unser Ziel verloren, schwand auch langsam unsere Orientierung. Ich merkte etwas, ein unangenehmes, drückendes Gefühl im Magen, dass mir klarmachen wollte, dass ich einen Fehler gemacht habe.
Mein Freund Versicherte, es sei normal. Doch das war auch das einzige normale, denn das auffällige Blitzen von baumreihenspalten stach mir beim umherschweifen meines Blickes ins Auge. Nun wusste ich, dass es beginnt. Ab nun gab es keinen weg mehr dran vorbei.

Während meinem Kumpel sich der Magen umdrehte hatte ich mit der neuen Situation zu tuhen.
Doch noch überfärbte auch mein Magen meine Gedanken.
Ich überredete ihn, sich wieder ein Stückchen in Richtung des Dorfes zu bewegen.
5 Miniten später fanden wir uns zwischen Garagen sitzend wieder, uns erstaunten die neu kommenden Effekte und ich konnte mein Magengefühl gut überdecken.
Nach kurzer unerwarteter zeit erbrach jedoch plötzlich mein Freund.
Eine sehr anstrengende Situation und ich dachte nun läuft alles aus dem Ruder. Kurz alles andere ignorierend half ich ihm und wir machten uns wieder auf den weg. Es ist zu erwähnen dass ich bis auf Gras bis sonst keine andere psychedelische Droge probiert habe.

Durch die Blöcke schlendernd stachen mir auf einmal extrem diese hässlichen Geraden Linien der Häuser in die Augen. Ich beschwerte mich lauthals und setzte dafür den Startschuss alles dämlich zu kommentieren was ich sah. Wir packten mal wieder nur einige 100m wo wir nun auf einer kleinen wackeligen tischtennisplatte saßen direkt an einem kleinen Waldstück.
Die Effekte nahmen nun Extreme an, mir wurde leicht schwindelig da sich alles zu bewegen begann.
Die sonst so langweilig Gereihte Kieferbäume waren nun sehr gut anzusehen. Stsrke Kontraste, andere Farben, leuchtende Stücke und alles schön schwimmend.
Durch die neuen Erfahrungen gab es sofort starken Wortwechsel und Gelächter, wodurch wir merkten, dass es schwierig war komplette Sätze zu fassen.
Gedanken schienen sich genauso zu bewegen wie die Kiefern über mir.
Kamen dort und gingen da, ohne etwas zu sagen.

So war es auch mit meinen Gefühlen und mir wurde klar, es ist alles in Bewegung, nur noch viel mehr.
Wir haben gerade viel gelacht und das Magengefühl fing auch an sich öfter mal zu verkriechen. Doch mit dem Schwung wie es ging, kam es auch wieder. Im selben Moment wo ich noch herzlich lachte, überkam mich auch plötzlich eine starke Übelkeit. Sehr eigenartige Sache, dachte ich, und ich machte mir Sorgen dass es den restlichen Abend so weiter ging. Wir setzten fort und ich entschied zurückzugehen da diese fremde Welt mich nach Vertrauter und sicherer Umgebung suchen ließ. Wir wollten erst zu meinem Nachbarn, aber die Wohnung war leer. Kurz darauf, auf dem Weg zu mir war ich am Ende , in diesem Moment schien mich alles zu überrennen und die Effekte nahmen überhand. Doch der Gedanke flog davon und ich beruhigte mich wieder. Zuhause konnte ich mich erstmals genau auf die Veränderungen konzentrieren nachdem auch mein Magen sich entleerte. Nach einer regelrechten Analyse der neuen Situation fasse ich einmal zusammen was ich bis dahin mitbekommen habe: Wie bereits erwähnt, optisch war es ein Highlight, Farben waren anders, Texturen verschwammen ( man sah scharf, konnte aber nichts genau in Fokus nehmen da es sich iwie veränderte/bewegte und in Fraktalen zerfiel), nie zuvor da gewesenes Licht betonte Objekte. Der Blick auf den Bildschirm war z.B unbeschreiblich, als wäre das Bild nach innen versetzt und gewann an Tiefe. Meine Decke war auf einmal gelb und die Holzstruktur Das gewisse *Bling* des Lichtes kann ich nicht genau schildern, stellt euch einfach vor, als würdet ihr einen Filter auf ein Foto legen, wodurch alles schöner und vollkommener wirkt. Objekte Verbanden sich auch, z.b Baumkronen. Und nicht in das Gesicht von meinem Kumpel gucken, der sah genauso aus wie ein Neandertaler wie ich. :D
Nächster Sinn: Gefühle und Gedanken waren, wie schon gesagt in Bewegung und bis man fähig war einen Satz zu beenden hat man schon mit 3 Themen angefangen, wenn man zu Wort kam.
Ich muss erwähnen, dass der Ausflug noch nicht den Scheitelpunkt erreicht hat.

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Hören: man hatte das Gefühl man wäre ein Spionage Mikrofon und stellte man sich etwas vor mit geschlossenen Augen so sah man es nicht nur direkt, man hörte es auch, als wäre es direkt vor dir!
Auch ein Highlight war der Tastsinn für mich, alles fühlte sich, genauso wie es aussah, gebogen und verformt an. Wenn man es überhaupt greifen konnte. also entweder alle Objekte sind um 10cm weggelaufen oder meine Hände sind geschrumpft. Meinem kompanen ging es übrigens gut, wir waren zu dem Zeitpunkt aber eh mehr mit uns beschäftigt. Nun gut, ich hatte Durst, und griff zur Flasche mit dazu addierten 10cm ergriff ich sie, aber auch hier hat LSD mir einen Streich gespielt. Sie war viel zu klein und schmeckte echt eklig. Wie eine Mischung aus Wasser und Kalk mit Zucker (Der wahre Geschmack von Cola-Orange-Mix).
Sachen fühlten sich auch meist nicht nach dem Material an aus dem sie bestanden.
An den Geruchssinn kann ich mich nicht erinnern.

Weiter zum bis zum Scheitelpunkt verstärkte sich das Ganze. Ich habe noch einige andere Sachen bestaunt bis es mich auf einmal packte. Was dann geschah war echt grausam, ich weiß nur noch das ich in dem Moment dachte, ich sterbe. die zeit verzog sich auf einmal ins unendliche, ein nie vergehender Abend wo ich für ewig, bis zum Tag des jüngsten Gerichts verweilen musste. Alles wurde schwer in mir, Trauer befiel mich. Ich kann es schlecht beschreiben, und es kam auch echt überraschend.
Nach ca. 10-15 min beruhigte ich mich wieder, was mein Freund in der Zeit getan hat weiß ich nicht, aber er hat es nicht mitbekommen.
Auf einmal ein donnern! Wir erschraken heftig, das schloss klickte und die Tür ging auf.
Wer auch immer es war, er hätte sofort mitbekommen das etwas nicht stimmt.

Und tatsächlich waren es nur meine Schwester, ihr Freund und ein Kumpel. Die uns für einen Moment so anstarrten wie wir sie. Doch uns konnte niemand toppen. Das fiel den anderen auch sofort auf die uns mit komischen blicken ansahen. Wir jedoch blicken erstarrt, geschockt und überfordert von der Situation. Was mein kompane sah weiß ich nicht aber die Personen so wie ich sie kenne, waren es nicht. Oder doch? Der Freund meiner Schwester sagte etwas doch es war eher ein brabbeln. Ich verstand ihn aber trotzdem, antwortete, obwohl mich sein grau unterlaufenes, und mit tiefen Schatten überzogenes Gesicht ziemlich anwiderte. Meine Schwester sah auch so aus. Der Andere jedoch sah anders aus als die beiden, sein Gesicht war etwas stattlicher und gepflegter, und sein Kopf langgezogen. Was war das aber? meinen Kompanen sah ich auch so verändert, jedoch auch nicht so beunruhigend wie bei dem Anderen. Es musste eine Verbindung geben, einen Grund warum wir nicht so aussahen, und die beiden anderen schon. Ich hatte mich sehr vertieft in diese Gedanken aber nach kurzem Gespräch verschwanden sie wieder und wir kamen erst einmal klar. Nach einiger Zeit bekamen wir Lust eine zu Rauchen hinten im Garten und setzten uns zum Pavillon. Es war ziemlich angenehm und vielleicht schon 1Uhr am Morgen. Wir bestaunten aber eher unsere Umwelt und die verschiedenen Eindrücke lenkten uns davon ab uns eine zu drehen. Nachdem uns dann 10 mal aufgefallen ist, dass wir eine Rauchen wollten, schafften wir es 2 hässliche Zigaretten zu drehen und rauchten sie. Anschließend verbrachten wir die Nacht auf dem Dach einer Bushaltestelle wo der Abend immer weiter abklang. Wir waren nun nicht mehr so abgelenkt und philosophierten die restliche Zeit bis um 5Uhr, wo uns dann schließlich kalt wurde. Wir drehten vorher noch eine Tüte und gingen dann zu mir schlafen. Das fiel uns beiden selbst nach diesen 7 Stunden echt schwer. Die Wand vor meinen Augen verschwand in einem Loch und innerlich bei geschlossenen Augen flogen Lebewesen direkt an mir vorbei, ich konnte sie sehen und hören. Meinem Freund ging es nicht anders und so dauerte es noch weitere 2 Stunden bis wir beruhigt einschliefen.

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